Der Begriff. Es war im Jahr 1879, als der Biologe De Bary den Begriff ‚Symbiose‘ definierte, getrieben von der Idee, eine Definition zu prägen, die die Beziehung zwischen verschiedenen Organismen gut beschreiben würde – ohne dass dabei unbedingt eine Verwandtschaft zwischen den Arten gegeben sein müsste. In seiner Entwicklung wurde der Begriff später von Treccani weiter beschrieben – als ‚innige Verbindung‘ zwischen Organismen verschiedener Arten, ausgelöst durch ko-evolutionäre Phänomene. Treccani benennt auch die Taxonomie, die in der Biologie zur Beschreibung der verschiedenen Formen von Symbiose verwendet wird: der Mutualismus, wenn es zur Entstehung von Beziehungen kommt, die für beide Seiten vorteilhaft sind; der Parasitismus, der auftritt, wenn einer der Organismen in der Beziehung einen Vorteil auf Kosten des anderen erlangt; der Kommensalismus, wenn der von einem der Organismen erlangte Vorteil dem anderen in der symbiotischen Beziehung nicht schadet; und schließlich der Inquinilismus, der die Situation beschreibt, in der einer der Organismen einen Raum (in oder auf) dem anderen einnimmt. Kurz gesagt, geht es um die Idee einer Beziehung, die auf einer tiefen, biologischen Bindung in einer lebenswichtigen Situation beruht – angewandt auf Organismen, deren Leben von ihrer Beziehung zum anderen abhängt. Mehr noch: deren Leben sich in die Beziehung mit dem anderen ‚ausdehnt‘ und sich von ihm ernährt.

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Symbionten

  • Daniela Piscitelli

摘要

Der Begriff. Es war im Jahr 1879, als der Biologe De Bary den Begriff ‚Symbiose‘ definierte, getrieben von der Idee, eine Definition zu prägen, die die Beziehung zwischen verschiedenen Organismen gut beschreiben würde – ohne dass dabei unbedingt eine Verwandtschaft zwischen den Arten gegeben sein müsste. In seiner Entwicklung wurde der Begriff später von Treccani weiter beschrieben – als ‚innige Verbindung‘ zwischen Organismen verschiedener Arten, ausgelöst durch ko-evolutionäre Phänomene. Treccani benennt auch die Taxonomie, die in der Biologie zur Beschreibung der verschiedenen Formen von Symbiose verwendet wird: der Mutualismus, wenn es zur Entstehung von Beziehungen kommt, die für beide Seiten vorteilhaft sind; der Parasitismus, der auftritt, wenn einer der Organismen in der Beziehung einen Vorteil auf Kosten des anderen erlangt; der Kommensalismus, wenn der von einem der Organismen erlangte Vorteil dem anderen in der symbiotischen Beziehung nicht schadet; und schließlich der Inquinilismus, der die Situation beschreibt, in der einer der Organismen einen Raum (in oder auf) dem anderen einnimmt. Kurz gesagt, geht es um die Idee einer Beziehung, die auf einer tiefen, biologischen Bindung in einer lebenswichtigen Situation beruht – angewandt auf Organismen, deren Leben von ihrer Beziehung zum anderen abhängt. Mehr noch: deren Leben sich in die Beziehung mit dem anderen ‚ausdehnt‘ und sich von ihm ernährt.