Citizen Journalism: Der Charme der Subjektivität als Quelle Zuverlässiger Auskunft
摘要
Ein kurzer Gedanke zum Titel dieser Einführung: Ob Roland Barthes‘ Mythen des Alltags neben ihrer für gewöhnlich semiologischen oder – etwas weiter gefasst – kulturwissenschaftlichen Einordnung seitens des etablierten Wissenschaftsbetriebs auch als Citizen Journalism2 eingeschätzt werden könnten, ergibt sich als Frage erst seit jüngerer Zeit. In den Tagen und Jahren der Entstehung der Texte von Barthes existierte diese Kategorie partizipativer Kommunikation noch gar nicht – ebenso wenig wie Blogs oder das Internet. Aber vielleicht hätte Roland Barthes heute – auch angesichts des journalistischen Charakters seiner Textsammlung (die vor der Veröffentlichung in Buchform als periodisch publizierte Magazinbeiträge Gestalt angenommen hat) – sich vielleicht selbst gerne der innovativen Praxis des Citizen Journalism zugehörig gefühlt und die Anliegen seines Schreibens in ihr auf medialer Ebene wiedererkannt.