Eye-Tracking als Untersuchungsmethode in der Leichten-Sprache-Rezeptionsforschung
摘要
Leichte Sprache ist eine kontrollierte Reduktionsvarietät des Deutschen, die Menschen mit besonderen kommunikativen Bedürfnissen den Zugang zu Informationen ermöglichen soll. Obgleich das Konzept der Leichten Sprache ursprünglich von und für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung entwickelt wurde, gibt es heute eine Vielzahl von Personenkreisen, die von dieser komplexitätsreduzierten Varietät profitieren. Die eingeschränkte Lesefähigkeit der Gruppen und infolgedessen der Bedarf an verständlichen, leicht wahrnehmbaren und barrierefreien Texten in Leichter Sprache sind dabei meist auf eine kognitive oder sensorische Beeinträchtigung, Lernschwierigkeiten, Demenz, Aphasie oder Analphabetismus zurückzuführen. Darüber hinaus sind auch Migrant(inn)en mit geringen Deutschkenntnissen, insbesondere zu Beginn des Zweitspracherwerbs, auf leicht verständliche Informationen angewiesen (für einen Überblick über die einzelnen Zielgruppen und ihre jeweiligen Kommunikationsbarrieren siehe Bredel/Maaß 2016; Rink 2020; Hansen-Schirra/ Maaß im vorliegenden Band). Neben den genannten Zielgruppen, welche die primären Adressat(inn)en Leichter Sprache darstellen, gibt es allerdings auch noch sekundäre Adressat(inn)en. Sekundäre Adressat(inn)en sind Personen ohne Leseeinschränkungen, die die Leichte-Sprache-Texte trotz ausreichender Lesekompetenzen aus unterschiedlichen Gründen lesen. Zu diesen Gründen gehören: