Interview mit Jürgen Dormagen
摘要
In Ihrer Dankesrede zum Verleih der „Übersetzerbarke“ haben Sie erwähnt, dass alles Übersetzen in die Kindheit zurückgeht. Aus welcher Familie kommen Sie? Inwiefern hat Ihre Kindheit Sie als Lektor und Übersetzer geprägt? Ich bin protestantisch aufgewachsen. Die Kirchensprache ist so viel älter als die moderne Sprache und gerade dadurch prägend. Aber auch die Umgangssprache hat mich schon immer interessiert. Meine Eltern haben beide Hochdeutsch gesprochen, aber in Essen-Werden, wo ich zur Schule gegangen bin, habe ich auch Ruhrgebietsdeutsch gehört. Eines hat mich immer interessiert: die Sprache in ihrer Fremdheit und ihrer zugleich eigentümlichen Vertrautheit und welche Konnotationen an allen Wörtern hängen.