Die existenzielle Konstruktion ‹ N + VExist + … + Quant ›, dient dazu, eine Mengenangabe zu fokussieren. Dabei knüpft die topikalisierte nominale Komponente an den linken Kontext und hat eine rahmenbildende und projizierende Funktion: Man erwartet eine genaue Angabe der Quantität; diese reicht von der Nullquantität (kein-) bis zu einer umfangreichen Menge (viel-, zahlreiche) über mittlere Werte (einig-, etlich-, wenig-, ...). Es wird gezeigt, dass der Gebrauch dieses syntaktischen Musters in manchen thematischen Domänen und diskursiven Kontexten zu einer gewissen lexikalischen Festigkeit führen kann. Dies hängt mit der Aktivierung kognitiver Schemata zusammen, die über bestimmte Frames und Skripts aufgerufen werden. Das Französische weist eine ähnliche, fokussierende Konstruktion auf, allerdings mit einer obligatorischen pronominalen Besetzung: ‹ N + VExist + [Pron.} + … + Quant ›.

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Existentielle Konstruktionen zwischen Sprachsystem und situativen Zwängen

  • Martine Dalmas

摘要

Die existenzielle Konstruktion ‹ N + VExist + … + Quant ›, dient dazu, eine Mengenangabe zu fokussieren. Dabei knüpft die topikalisierte nominale Komponente an den linken Kontext und hat eine rahmenbildende und projizierende Funktion: Man erwartet eine genaue Angabe der Quantität; diese reicht von der Nullquantität (kein-) bis zu einer umfangreichen Menge (viel-, zahlreiche) über mittlere Werte (einig-, etlich-, wenig-, ...). Es wird gezeigt, dass der Gebrauch dieses syntaktischen Musters in manchen thematischen Domänen und diskursiven Kontexten zu einer gewissen lexikalischen Festigkeit führen kann. Dies hängt mit der Aktivierung kognitiver Schemata zusammen, die über bestimmte Frames und Skripts aufgerufen werden. Das Französische weist eine ähnliche, fokussierende Konstruktion auf, allerdings mit einer obligatorischen pronominalen Besetzung: ‹ N + VExist + [Pron.} + … + Quant ›.