‚Deutsch für Köpfe‛ – dieser in seiner Prägnanz unübertreffliche Kompaktbegriff1 als appellierendes Votum für Qualität und anspruchsvolle Sprachvarietät bringt jenes Anliegen auf den inhaltlichen Punkt, das Harald Weinrich2 für ein erweiterndes Neudenken der Fremdsprachendidaktik ansetzte. Ich habe hier diesen Gedanken-Entwurf auch terminologisch gern übernommen, weil er in der Tat genau jenes Anliegen charakterisiert, das im Fremdsprachen-Unterricht ein Auftrag des Zeitgeistes sein sollte: die Erarbeitung und Sicherung von Qualität der sprachlichen (Lern-) Leistung in fachlichen Kontexten. Denn sie ist der Garant für Verständlichkeit, sie ist die Brücke der Verständigung, sie liefert die Möglichkeit des gegenseitigen Verstehens, sie fördert die Bereitschaft zum Verständnis, das den Anderen achtet und so Frieden im Miteinander stiftet. Qualität ist also, wenngleich zuerst vom Autor in seiner Vertextung zu leisten und somit natürlich auch ein Ausweis für die kompetenzielle Kraft des Autors, doch „eigentlich‟ ein Kriterium für ‚den Anderen‛, den Partner im Dialog, den Rezipienten im Kommunikationsgeschehen.

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Fachsprachlichkeit als Qualitätsmaßstab

  • Hartwig Kalverkämper

摘要

‚Deutsch für Köpfe‛ – dieser in seiner Prägnanz unübertreffliche Kompaktbegriff1 als appellierendes Votum für Qualität und anspruchsvolle Sprachvarietät bringt jenes Anliegen auf den inhaltlichen Punkt, das Harald Weinrich2 für ein erweiterndes Neudenken der Fremdsprachendidaktik ansetzte. Ich habe hier diesen Gedanken-Entwurf auch terminologisch gern übernommen, weil er in der Tat genau jenes Anliegen charakterisiert, das im Fremdsprachen-Unterricht ein Auftrag des Zeitgeistes sein sollte: die Erarbeitung und Sicherung von Qualität der sprachlichen (Lern-) Leistung in fachlichen Kontexten. Denn sie ist der Garant für Verständlichkeit, sie ist die Brücke der Verständigung, sie liefert die Möglichkeit des gegenseitigen Verstehens, sie fördert die Bereitschaft zum Verständnis, das den Anderen achtet und so Frieden im Miteinander stiftet. Qualität ist also, wenngleich zuerst vom Autor in seiner Vertextung zu leisten und somit natürlich auch ein Ausweis für die kompetenzielle Kraft des Autors, doch „eigentlich‟ ein Kriterium für ‚den Anderen‛, den Partner im Dialog, den Rezipienten im Kommunikationsgeschehen.