Roadmovies, auch als Genre des Aufbruchs (Grob/Klein 2006: 9) bezeichnet, in dem es um Freiheit und Rebellion gegen gesellschaftliche Normen geht, schienen sich per Definitionen nicht als erste Wahl für Filmemacher der DEFA in Babelsberg zu empfehlen. Tatsächlich verzeichnet die DEFA-Chronik nur wenige Filme, welche als „Roadmovie“ gelten können, darunter „Wie füttert man einen Esel?“ mit Manfred Krug in der Hauptrolle als Fernfahrer. Der Beitrag will zeigen, dass der Film „Wie füttert man einen Esel?“ trotz der politischen Leitlinien der „sozialistischen Parteilichkeit“,1 welche für die Filmschaffenden der DEFA galten, einen kritischen Subtext hat und damit Elemente der seit Ende der 1960er Jahre als zeitkritische, filmische Entwicklungsromane gesellschaftlicher Aussteiger internationalen Kultstatus erlangenden Roadmovies aufnahm. Oehmes Film entstand in Kooperation der DEFA mit den Filmstudios Barrandov in Prag, dem Ma-Filmstudio Budapest, dem Buftea-Filmstudio Bukarest und dem Kino-Center Sofia unter Beteiligung eines internationalen SchauspielerInnen-Ensembles und Rock-Bands aus mehreren Ländern.2

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Roadmovies made in DDR

  • Barbara von der Lühe

摘要

Roadmovies, auch als Genre des Aufbruchs (Grob/Klein 2006: 9) bezeichnet, in dem es um Freiheit und Rebellion gegen gesellschaftliche Normen geht, schienen sich per Definitionen nicht als erste Wahl für Filmemacher der DEFA in Babelsberg zu empfehlen. Tatsächlich verzeichnet die DEFA-Chronik nur wenige Filme, welche als „Roadmovie“ gelten können, darunter „Wie füttert man einen Esel?“ mit Manfred Krug in der Hauptrolle als Fernfahrer. Der Beitrag will zeigen, dass der Film „Wie füttert man einen Esel?“ trotz der politischen Leitlinien der „sozialistischen Parteilichkeit“,1 welche für die Filmschaffenden der DEFA galten, einen kritischen Subtext hat und damit Elemente der seit Ende der 1960er Jahre als zeitkritische, filmische Entwicklungsromane gesellschaftlicher Aussteiger internationalen Kultstatus erlangenden Roadmovies aufnahm. Oehmes Film entstand in Kooperation der DEFA mit den Filmstudios Barrandov in Prag, dem Ma-Filmstudio Budapest, dem Buftea-Filmstudio Bukarest und dem Kino-Center Sofia unter Beteiligung eines internationalen SchauspielerInnen-Ensembles und Rock-Bands aus mehreren Ländern.2