In der deutschen Gegenwartssprache ist eine Vielzahl von Parallelbildungen auf -ierung und -ion zu verzeichnen, die sich ausgehend von der synchronen Fremdwortbildungsanalyse als deverbale Derivate von Verben auf -ieren auffassen lassen (s. dazu Abschnitt 1.1., für Folgendes vgl. Mostýn 2019a), wie beispielsweise Diskriminierung/ Diskrimination, Identifizierung/ Identifikation, Isolierung/ Isolation, Propagierung/ Propagation, Reservierung/ Reservation, u. v. a. Diese Parallelbildungen, mit denen sich die vorliegende Studie1 auseinandersetzt, werden teils gleichbedeutend, teils in ihrer Bedeutung differenziert verwendet, wobei die Wahl der korrekten Variante nicht nur für Nicht-Muttersprachler2 problematisch sein kann. In meiner pädagogischen Praxis eines Germanistik-Dozenten werde ich regelmäßig mit verschiedenen Texten meiner Studierenden konfrontiert, seien es Aufsätze, Übersetzungen, Abschlussarbeiten oder mündliche Äußerungen. Dabei fällt auf, dass Studierende bisweilen von falschen oder im gegebenen Kontext nicht usuellen Varianten Gebrauch machen.

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Einleitung

  • Martin Mostýn

摘要

In der deutschen Gegenwartssprache ist eine Vielzahl von Parallelbildungen auf -ierung und -ion zu verzeichnen, die sich ausgehend von der synchronen Fremdwortbildungsanalyse als deverbale Derivate von Verben auf -ieren auffassen lassen (s. dazu Abschnitt 1.1., für Folgendes vgl. Mostýn 2019a), wie beispielsweise Diskriminierung/ Diskrimination, Identifizierung/ Identifikation, Isolierung/ Isolation, Propagierung/ Propagation, Reservierung/ Reservation, u. v. a. Diese Parallelbildungen, mit denen sich die vorliegende Studie1 auseinandersetzt, werden teils gleichbedeutend, teils in ihrer Bedeutung differenziert verwendet, wobei die Wahl der korrekten Variante nicht nur für Nicht-Muttersprachler2 problematisch sein kann. In meiner pädagogischen Praxis eines Germanistik-Dozenten werde ich regelmäßig mit verschiedenen Texten meiner Studierenden konfrontiert, seien es Aufsätze, Übersetzungen, Abschlussarbeiten oder mündliche Äußerungen. Dabei fällt auf, dass Studierende bisweilen von falschen oder im gegebenen Kontext nicht usuellen Varianten Gebrauch machen.