„Ist es etwas, das man wissen muß?“
摘要
Fontanes Roman Cécile (1886) führt mit gespenstischer Unerbittlichkeit den Zerfall gesellschaftlicher Ordnungen und Einverständnisse vor. In zwei Duells sterben zwei Beteiligte; am Ende begeht die Protagonistin Selbstmord und ihr Ehemann muss das Land verlassen. Der Stechlin (1898) dagegen erzählt die langsame, tastende Aushandlung eines Ehevertrages, dessen Besiegelung am Weihnachtstag Zukunftsträchtigkeit und Haltbarkeit verspricht, ein Vorgang, dem unter einer erzählerischen Oberfläche von Beiläufigkeit und Konventionalität eine geradezu chiliastische Dimension innewohnt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen in dem älteren Text reflektieren ein tiefes Krisen-, ja Untergangsbewusstsein.