Im Jahr 1924 schrieb die französische Zeitung L’Impartial français einen Wettbewerb für das noch sehr neue Medium Radio aus, und zwar einen »Concours littéraire de Radiophonie«.1 Bei der Auswahl der Preisträger2 erkannte die Jury, dass die üblichen literarischen Kriterien zur Beurteilung radiogener Qualitäten nicht ausreichten, sondern dass vielmehr diese Qualitäten umgekehrt eine neue Kategorie von Literatur begründen müssen: »La déformation étrange, l’amplification, la résonance et l’impersonnalité de la voix ainsi transmise créent une atmosphère tout à fait spéciale qui modifie profondément les données du problème littéraire.«3

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Hörspiel und Radiokunst

  • Britta Herrmann

摘要

Im Jahr 1924 schrieb die französische Zeitung L’Impartial français einen Wettbewerb für das noch sehr neue Medium Radio aus, und zwar einen »Concours littéraire de Radiophonie«.1 Bei der Auswahl der Preisträger2 erkannte die Jury, dass die üblichen literarischen Kriterien zur Beurteilung radiogener Qualitäten nicht ausreichten, sondern dass vielmehr diese Qualitäten umgekehrt eine neue Kategorie von Literatur begründen müssen: »La déformation étrange, l’amplification, la résonance et l’impersonnalité de la voix ainsi transmise créent une atmosphère tout à fait spéciale qui modifie profondément les données du problème littéraire.«3