„Travelling Theory“-Konzept
摘要
Translationswissenschaftliche Diskurse und die in ihnen zirkulierenden Theorien und Ideen sind kulturspezifisch und entstehen im Rahmen einer bestimmten Wissenschaftskultur, einer etablierten Tradition bzw. eines Paradigmas und unter konkreten soziopolitischen Bedingungen. Die Grundlagen zur Erarbeitung einer Untersuchungsmethode, die die Entwicklung und Wanderung translationswissenschaftlicher Diskurse aus einer translationsund kulturtheoretischen Perspektive erfassen kann, lassen sich dem Aufsatz „Travelling Theory“ von Edward Said (1983) entnehmen. Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht der Prozess der Wanderung und der Transformation von theoretischen Anschauungen des ungarischen Philosophen und Literaturkritikers Georg Lukács: „Said’s main concern is how putatively radical ideas can become domesticated and institutionalised. His main example is Lukács’s idea of reification-and-totality“ (McCarthy 2010: 32).