Einleitung
摘要
Das breite Spektrum translationswissenschaftlicher Ansätze und Theorien, die Koexistenz unterschiedlicher Paradigmen innerhalb der Translationswissenschaft und die Wechselwirkungen dieser Paradigmen aufeinander tragen dazu bei, dass translationswissenschaftliche Diskurse, wie auch geisteswissenschaftliche Diskurse im Allgemeinen, äußerst heterogen sind. Dabei entwickeln sich translationswissenschaftliche Diskurse in unterschiedlichen Ländern oftmals in unterschiedliche Richtungen. Einige Theorien und Ideen wandern hinaus über die Grenzen des Diskurses, in dem sie ursprünglich entstanden sind. Sie werden rezipiert und weiterentwickelt, sie geben Anregungen zur Entstehung neuer Ansätze. Währenddessen werden andere Theorien übersehen oder ignoriert. Was macht die Wanderung einer translationswissenschaftlichen Theorie in die translationswissenschaftlichen Diskurse anderer Länder möglich? Wer entscheidet, ob und wann die Wanderung stattfindet? Was bringen wandernde Theorien mit sich? Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar, wandernde Theorien als translationswissenschaftliches Phänomen unter die Lupe zu nehmen, um deren Rolle in der Entwicklung der aufnehmenden Diskurse unter Berücksichtigung translationspraktischer Aspekte zu beleuchten.