Literaturtransfer mit Hindernissen
摘要
Trotz seiner Neutralität und seiner Vermittlerposition im Kalten Krieg blieb Österreich für die DDR „in mancher Hinsicht ‚Feindesland‘, wenn auch ein propagandistisch längst nicht so stark bekämpftes wie die Bundesrepublik.“1 Die kulturellen Beziehungen zu Österreich wurden einerseits streng überwacht, selektiert, zensiert, aber andererseits auch hoch bewertet, wenn sie der offiziellen Kulturpolitik dienlich waren. Gerade weil sich der Austausch zwischen Akteur:innen aus den beiden Staaten durch die Systemkonkurrenz und die Spannungen des Kalten Krieges so großen Schwierigkeiten gegenübersah, sind Initiativen von Interesse, in denen literarische Grenzübertritte und Korrespondenzen gewagt wurden – sowohl solche, die gelungen, als auch solche, die gescheitert sind.