Man versteht deswegen den Roman Prestuplenie i nakazanie als einen „psychologischen Kriminalroman“, von dem man mittlerweile sagt, dass er weniger ein „whodunit“ als ein „whydunit“ sei (Martinsen 2022, IX, 15, 60). Maximilian Braun (1976, 120 f.) erklärt, aus welchen Gründen Dostoevskij der Roman zu einem heute sogenannten whydunit geraten musste. Dostoevskij wollte eigentlich einen „psychologischen Bericht eines Verbrechens“ (PSS 28-2: 136) schreiben, was sich aber mit der Form des klassischen Detektivromans nicht verträgt. Deswegen steht der Mord am Anfang, der Mörder ist von Anfang an bekannt, so dass die von Dostoevskij dennoch angestrebte Spannung nur noch in der Frage nach dem Tatmotiv bestehen kann.

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Anmerkungen

  • Nils Meier

摘要

Man versteht deswegen den Roman Prestuplenie i nakazanie als einen „psychologischen Kriminalroman“, von dem man mittlerweile sagt, dass er weniger ein „whodunit“ als ein „whydunit“ sei (Martinsen 2022, IX, 15, 60). Maximilian Braun (1976, 120 f.) erklärt, aus welchen Gründen Dostoevskij der Roman zu einem heute sogenannten whydunit geraten musste. Dostoevskij wollte eigentlich einen „psychologischen Bericht eines Verbrechens“ (PSS 28-2: 136) schreiben, was sich aber mit der Form des klassischen Detektivromans nicht verträgt. Deswegen steht der Mord am Anfang, der Mörder ist von Anfang an bekannt, so dass die von Dostoevskij dennoch angestrebte Spannung nur noch in der Frage nach dem Tatmotiv bestehen kann.