Der chinesische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger des Jahres 2012, Mo Yan1 (Pseudonym für Guan Moye, geb. 1955), nimmt im Spektrum heutiger chinesischer Künstler*innen und Autor*innen eine schwer zu charakterisierende und umstrittene Sonderrolle ein, gerade bezüglich seiner ambivalenten erzählerischen Darstellung und Rechtfertigung von Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Meinungsvielfalt in China (Dietz 2014, 341–348). Sie ermöglichte ihm nicht nur, in China zu bleiben, sondern auch eine öffentliche Rolle als ,Staatsdichter‘ einzunehmen und China als Mitglied der Kommunistischen Partei sowie als Vizepräsident des offiziellen chinesischen Schriftstellerverbandes bei internationalen Veranstaltungen zu vertreten. Die Vergabe des Nobelpreises im Jahre 2012 trug dem Komitee deshalb heftige Kritik ein.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Zwangsabtreibung in Mo Yans Roman Frösche

  • Waltraud Maierhofer

摘要

Der chinesische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger des Jahres 2012, Mo Yan1 (Pseudonym für Guan Moye, geb. 1955), nimmt im Spektrum heutiger chinesischer Künstler*innen und Autor*innen eine schwer zu charakterisierende und umstrittene Sonderrolle ein, gerade bezüglich seiner ambivalenten erzählerischen Darstellung und Rechtfertigung von Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Meinungsvielfalt in China (Dietz 2014, 341–348). Sie ermöglichte ihm nicht nur, in China zu bleiben, sondern auch eine öffentliche Rolle als ,Staatsdichter‘ einzunehmen und China als Mitglied der Kommunistischen Partei sowie als Vizepräsident des offiziellen chinesischen Schriftstellerverbandes bei internationalen Veranstaltungen zu vertreten. Die Vergabe des Nobelpreises im Jahre 2012 trug dem Komitee deshalb heftige Kritik ein.