Einleitung
摘要
Fachsprache in literarischen Texten – diese Konstellation lässt unwillkürlich an den berühmten Elefanten im Porzellanladen denken: Die sachliche Sprache spezialisierter Welten, die sich oft nur dem Fachmann erschließt, tritt – ihr Potential nun voll entfaltend - in die schillernde Welt fiktionaler Texte ein, die in verschiedenartigen Genera über Epochen hinweg eine ungewiss-bunte Leserschar in ihren Bann zieht. Birgt diese sprachliche Variation, wie auch im vorangestellten Zitat von Hoffmann evoziert, schon aus monolingualer Sicht zahlreiche Fragen für Sprach- und Literaturwissenschaft, so erweitert sich das Forschungsfeld mit der Perspektive der Translationswissenschaft, der die vorliegende Studie gewidmet ist. Ziel der Arbeit ist es, anhand eines in mehrere romanische Sprachen übersetzten deutschen Korpustextes systematisch das Potential, aber auch die Herausforderungen zu prüfen, die bei der Übersetzung von Fachsprache als einer speziellen Varietät im literarischen Text sichtbar werden können. Dazu gehört die Frage nach den Möglichkeiten des Übersetzers, fachsprachliche Elemente, die von Seiten des Autors absichtsvoll in den Text eingebettet wurden, in die Zielsprache zu transportieren, ebenso wie diejenige nach der möglichen Wirkung, die sich durch ein bestimmtes translatorisches Prozedere ergibt. Diesen und vielen weiteren mit dem Thema verbundenen Fragen wurde in der Forschung immer noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt, vermutlich deshalb, weil das Thema im Grenzbereich von Disziplinen, d. h. (mindestens) zwischen Sprach-, Literatur- und Übersetzungswissenschaft, angesiedelt ist.4