Wissen markiert gegenüber Meinen, Glauben und Hoffen nicht nur den epistemischen Anspruch auf Gewissheit, sondern fungiert als normativer Bezugspunkt, an dem sich Legitimität und Reichweite dieser unsicheren Modi des Für-Wahr-Haltens messen lassen. Klassischer Gegenpol des Wissens ist das Meinen, das ihm defizitär, weil unbegründet und ungewiss gegenübersteht. Philosophie und Wissenschaften wollen wissen; daneben scheint es keinen Platz für bloße Meinungen geben zu können: „Die Philosophie aber enthält keine Meinungen – es gibt keine philosophischen Meinungen“.1

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Das Telos menschlichen Handelns in einer kontingenten Welt in der ideengeschichtlichen Spannung von Wissen und Meinen

  • Matthias Laux

摘要

Wissen markiert gegenüber Meinen, Glauben und Hoffen nicht nur den epistemischen Anspruch auf Gewissheit, sondern fungiert als normativer Bezugspunkt, an dem sich Legitimität und Reichweite dieser unsicheren Modi des Für-Wahr-Haltens messen lassen. Klassischer Gegenpol des Wissens ist das Meinen, das ihm defizitär, weil unbegründet und ungewiss gegenübersteht. Philosophie und Wissenschaften wollen wissen; daneben scheint es keinen Platz für bloße Meinungen geben zu können: „Die Philosophie aber enthält keine Meinungen – es gibt keine philosophischen Meinungen“.1