Konsum prägt das Leben der Gegenwart. Dabei können Konsumgegenstände ganz erhebliche Hoffnungspotenziale mobilisieren, etwa in der Form: „Dieses neue Jackett wird mich erst so richtig zu der Person machen, die ich sein will.“ Allerdings steht die Hoffnung, dass der nächste Konsumakt endlich die eigenen Träume Wirklichkeit werden lässt, in einem Spannungsverhältnis zu unserem Wissen1 über die Nicht-Nachhaltigkeit2 gegenwärtiger Konsumpraktiken. Dieses Spannungsverhältnis wird im vorliegenden Beitrag entfaltet: einmal aus theoretischer Warte mit Blick auf unsere Ding-Bezüge (Ding-Theorie); anschließend wird aus ethischer Perspektive die Frage gestellt, welche anderen Ding-Bezüge denkbar sind und wie diese erreichbar wären (Ding-Praxis).

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Der Stoff, aus dem die Träume sind

  • Michael Kuhn

摘要

Konsum prägt das Leben der Gegenwart. Dabei können Konsumgegenstände ganz erhebliche Hoffnungspotenziale mobilisieren, etwa in der Form: „Dieses neue Jackett wird mich erst so richtig zu der Person machen, die ich sein will.“ Allerdings steht die Hoffnung, dass der nächste Konsumakt endlich die eigenen Träume Wirklichkeit werden lässt, in einem Spannungsverhältnis zu unserem Wissen1 über die Nicht-Nachhaltigkeit2 gegenwärtiger Konsumpraktiken. Dieses Spannungsverhältnis wird im vorliegenden Beitrag entfaltet: einmal aus theoretischer Warte mit Blick auf unsere Ding-Bezüge (Ding-Theorie); anschließend wird aus ethischer Perspektive die Frage gestellt, welche anderen Ding-Bezüge denkbar sind und wie diese erreichbar wären (Ding-Praxis).