Negative theologische Hoffnung im Nichtwissen
摘要
Seuchen und Epidemien, wie zuletzt die Covid-19-Pandemie, die die Welt zum Stillstand brachte, führen uns die Grenzen unserer technischen Kontrolle und die menschliche Hilflosigkeit vor Augen. Auf der Grundlage der Pestliteratur von der Antike bis zur Neuzeit behaupte ich, dass Seuchen oder Pandemien genau durch diese Erfahrung zu Quellen der Hoffnung werden können. Sie öffnen uns für eine Beziehung zu anderen und zum Anderen, dem wir traditionell als Gott oder als Thanatos, der Tod, oder auch als Gaia, die Erde, begegnen können. Die Erde wurde in vielen neueren Ökophilosophien als absolute Bedingung unserer Existenz enthüllt, insbesondere in der von Bruno Latour (2015) in der Nachfolge von James Lovelace, sowie in der ökofeministischen Theologie von Rosemary Ruether (Gaia and God, 1992).