Jeden holt die Vergangenheit ein
摘要
Uns Deutschen steht kein gutes Jahr ins Haus. Gleichviel, wie z. B. das Untersuchungsergebnis im Fall angeblicher deutscher Beteiligung am Bau einer Chemiewaffen-Fabrik in Libyen lauten wird, Zorn und Ungehaltenheit im Grundsätzlichen über die Deutschen äußerten sich bei der ersten Vermutung hierüber gleich zum Jahresauftakt. Die Briten, schon bei Boris-Becker-Siegen auf ihrer Insel tief ins Militärvokabular von gestern greifend – „Blitzkrieg-Boris“, „SS-Panzer-Boris“, „Bum-Bum-Boris“ u. a. –, sind da am wenigsten zimperlich, wie eh und je in Sachen ungehemmten Propagandajargons. „Auschwitz im libyschen Sand“ lautete denn auch die Schlagzeile einer führenden englischen Zeitung, „Teutonische Gewissenlosigkeit“ befand eine der ersten US-amerikanischen Tageszeitungen zum selben Thema.