Yoko Tawada (2004): Das nackte Auge als Raum der Auflösung
摘要
„In der stetigen Bewegung von einer Form zu einer anderen ist die kreative Aktivität, und das Suchen nach einer neuen Form in der Fortbewegung selbst ist vielleicht eine Performanz.“2 So beschreibt Tawada ihre Poetik als einen Versuch, neue Schreibweisen zu finden, und lehnt es ab, sowohl „in der Sprache A als auch in der Sprache B“ zu schreiben. Stattdessen möchte sie lieber ein „poetisches Tal zwischen A und B finden und hineinfallen […].“3 Im Roman Das nackte Auge4 nutzt Yoko Tawada eine programmatische Schreibweise als Experiment, bei dem sie ein echoartiges System schafft, das von einer Dynamik der Transformation oder Metamorphose5 und Grenzüberschreitungen geprägt ist.