Der mythopoetische Charakter des Gottesdienstes
摘要
Der Hamburger Schriftsteller, Theologieprofessor und Bischof Helmut Echternach (1907–1988) wurde nie müde, seinen Lesern, Schülern sowie den Gottesdienstteilnehmern einzuschärfen, dass bei der Feier der Eucharistie mehr geschehe, als es die Feiernden verstehen können, mehr als es ihnen bewusst werden kann, mehr als sie erbitten können. Die Feiernden, ob Klerus oder Laien, treten in ein dynamisches Geschehen ein, das das Schicksal ihres Lebens und der ganzen Welt berührt. Dieses können sie aber letztlich nicht selbst steuern, verstehen und besitzen. Bei der Feier des Gottesdienstes werden sie Teil eines Erlösungsdramas, bei dem Himmel und Hölle aufreißen und sich Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft und Ewigkeit umfangen. Die Betenden werden Zeit- und Augenzeugen der biblischen Heilereignisse des Alten und Neuen Testamentes.