Friedrich Gedike als Lehrbuchautor – Zur Aktualität seiner Unterrichtsprinzipien
摘要
Mein Zugang zu FriedrichGedike ergab sich vor etwa 50 Jahren, bedingt durch eine Studie, die ich im Jahr 1976 als Lateindidaktiker für einen Band der „Abhandlungen aus der Pädagogischen Hochschule Berlin“ erstellte, der dem Schwerpunkt „Fachdidaktik und fächerübergreifender Unterricht“ gewidmet war. Ich wählte damals, meinem Lehr- und Forschungsgebiet entsprechend, das Thema „Sprache und Inhalt lateinischer Lehrbuchtexte“ (Fritsch 1976)1. Bei dieser Gelegenheit stieß ich auf Gedikes Namen und Werk und wunderte mich, dass ich als Student, als Lateinlehrer und Professor bis dahin noch so gut wie nichts von ihm gehört oder gelesen hatte. Das war sicher eine spezielle Perspektive, aber sie weitete sich doch sehr schnell aus auf das Gesamtwirken von Gedike in seiner Zeit, dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. Gedike war ja nicht nur Lateinlehrer, sondern auch ein wacher Zeitgenosse der sogenannten Berliner Spätaufklärung und vor allem ein „Vollblut-Pädagoge“.