Seewetterberichte stellen ein stark eingeschränktes Genre der Fachkommunikation dar. Sie sind auf operative Effizienz und Sicherheit ausgelegt und unterliegen strengen Normen. Sie zeichnen sich durch eine kontrollierte Sprache, feste lexikalisch-grammatikalische Strukturen und semantische Vorhersehbarkeit aus und weisen das auf, was Sinclair (1991) als Textmuster und Condamines (2018) als Diskursfixiertheit bezeichnen. Der Beitrag untersucht, ob LLMs diese strukturellen und konzeptuellen Einschränkungen replizieren können. Es wurde zuerst eine Korpusanalyse französischer Vorhersagen durchgeführt, um wiederkehrende lexikalische und syntaktische Muster zu identifizieren, die das Genre definieren. Sie wurden dann mit den zugrunde liegenden semantischen Strukturen artikuliert. Diese Muster dienen schließlich der Bewertung der Ergebnisse von zwei LLMs (Claude-opus-4 und Grok-4-fast), die unter Zero- Shot-Bedingungen generiert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Modelle zwar oberflächliche Regelmäßigkeiten erfassen, jedoch häufig von den domänenspezifischen konzeptuellen Strukturen abweichen. Dies wirft weitergehende Fragen hinsichtlich der Genre-Sensitivität, der epistemischen Kohärenz und der Grenzen der promptbasierten Textgenerierung für spezialisierte Kommunikationsaufgaben auf.

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Textual Molds for In-Context Learning at Sea

  • Sarah Theroine,
  • Laurent Gautier,
  • Christophe Cruz,
  • Gennaro Ascione

摘要

Seewetterberichte stellen ein stark eingeschränktes Genre der Fachkommunikation dar. Sie sind auf operative Effizienz und Sicherheit ausgelegt und unterliegen strengen Normen. Sie zeichnen sich durch eine kontrollierte Sprache, feste lexikalisch-grammatikalische Strukturen und semantische Vorhersehbarkeit aus und weisen das auf, was Sinclair (1991) als Textmuster und Condamines (2018) als Diskursfixiertheit bezeichnen. Der Beitrag untersucht, ob LLMs diese strukturellen und konzeptuellen Einschränkungen replizieren können. Es wurde zuerst eine Korpusanalyse französischer Vorhersagen durchgeführt, um wiederkehrende lexikalische und syntaktische Muster zu identifizieren, die das Genre definieren. Sie wurden dann mit den zugrunde liegenden semantischen Strukturen artikuliert. Diese Muster dienen schließlich der Bewertung der Ergebnisse von zwei LLMs (Claude-opus-4 und Grok-4-fast), die unter Zero- Shot-Bedingungen generiert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Modelle zwar oberflächliche Regelmäßigkeiten erfassen, jedoch häufig von den domänenspezifischen konzeptuellen Strukturen abweichen. Dies wirft weitergehende Fragen hinsichtlich der Genre-Sensitivität, der epistemischen Kohärenz und der Grenzen der promptbasierten Textgenerierung für spezialisierte Kommunikationsaufgaben auf.