Der Grundsatz von Treu und Glauben hat im deutschen Versicherungsvertragsrecht eine zentrale Bedeutung.1 Nach einer prägnanten Formulierung von Erich Prölss,2 die von Egon Lorenz aufgegriffen wurde,3 handelt es sich dabei neben der Gefahrengemeinschaft und der Versicherungstechnik um einen „Leitstern“ des Versicherungsvertragsrechts. Während es bei der Gefahrengemeinschaft und der Versicherungstechnik aber um spezifisch versicherungsrechtliche Institute geht, stellt der Grundsatz von Treu und Glauben ein allgemeines Rechtsprinzip dar, das in § 242 BGB verankert ist.

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Der Grundsatz von Treu und Glauben im Versicherungsvertragsrecht

  • Dirk Looschelders

摘要

Der Grundsatz von Treu und Glauben hat im deutschen Versicherungsvertragsrecht eine zentrale Bedeutung.1 Nach einer prägnanten Formulierung von Erich Prölss,2 die von Egon Lorenz aufgegriffen wurde,3 handelt es sich dabei neben der Gefahrengemeinschaft und der Versicherungstechnik um einen „Leitstern“ des Versicherungsvertragsrechts. Während es bei der Gefahrengemeinschaft und der Versicherungstechnik aber um spezifisch versicherungsrechtliche Institute geht, stellt der Grundsatz von Treu und Glauben ein allgemeines Rechtsprinzip dar, das in § 242 BGB verankert ist.