(Hi)story und Fiktion im algerischen Roman: Besondere Bezugnahme auf Amin Zaouis Le Miel de la Sieste und Kamel Daouds Meursault Contre-enquête
摘要
Von Lyotards Metanarrativ bis zur persönlichen Biografie, wie drückt ein algerischer Autor in seiner Suche nach „Wahrheit“ seinen Willen zur literarischen Selbstbehauptung, IdentitätIdentität und reinen (Hi)story – wenn nicht eine Farce – aus, um Baudrillards Konzept aus seinem Karneval und Kannibale zu verwenden? Statt Hegemonie schlägt Bhabha Bhabha, HomiHybridität vor, die er erweitert, um die Phase des politischen Wandels einzuschließen. In diesem Kontext passen sowohl Zaouis Roman Le Miel de la Sieste als auch Daouds Meursault Contre-enquête gut in diese Phase der sprachlichen und kulturellen UnabhängigkeitUnabhängigkeit und Abhängigkeit, intellektuellen Suche und kulturellen Entfremdung. Die Erzähler in beiden Romanen leiden an IdentitätsIdentitätstörungen im unabhängigen Algerien aufgrund ihrer Entfremdung, Abwesenheit des Vaters und/oder Verlust der Mutter. Anzar, der Protagonist in Zaouis Roman, erfindet eine eigene Welt und sucht Zuflucht im Schreiben und MetafiktionMetafiktion, um seine eigene „Philosophie“ der Differenz, Hybridität, ErinnerungErinnerung und Nostalgie zu etablieren. Haroun, der Protagonist in Daouds Roman, scheut sich nicht, persönliche ErinnerungErinnerung im Angesicht des Einflusses des Vaters und des historischen Blickwinkels zu hinterfragen. So vermeiden beide Erzähler den Anspruch auf eine Metanarrativgeschichte und ersetzen sie durch fiktionale und metafiktionale Elemente, um die Legitimität jeglichen hegemonialen Anspruchs auf narrative Objektivität zu verwerfen, indem sie Techniken wie MetamorphoseMetamorphose und historische Mehrdeutigkeiten, aber vor allem westliche Einflüsse, verwenden.