Der liberal-feministische Ansatz betont, dass reproduktive Freiheit in individueller Wahl und Autonomie verwurzelt ist. Assistierte Reproduktionstechnologien (ARTs) werden als ideale Maßnahme zur Lösung von Unfruchtbarkeit angesehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem Ansatz, der allen Individuen freien Zugang zu jeder Art von Technologie bietet. Ein solch offener Zugang soll eine wichtige Komponente der Stärkung der Frauen sein. Bei diesem Ansatz wird allerdings übersehen, dass die Autonomie möglicherweise auf Kosten der Gesundheit und des Wohlbefindens marginalisierter Menschen geht. Der liberale Ansatz beschränkt die Gestaltung hauptsächlich auf eine individuelle Ebene, daher ist er unzureichend, um die vollständige soziale Komplexität der ARTs zu analysieren. Individuelle Entscheidungen werden innerhalb soziopolitischer und wirtschaftlicher Kontexte getroffen und die Erfahrungen der Menschen sind in Gemeinschaften und Geschichten eingebettet. Obwohl die individuelle Analyse wichtig ist, um Mikro-Level-Komplexitäten zu verstehen, ist es auch wichtig, Individuen und Gemeinschaften in einen Makro-Kontext zu stellen, um die umfassenden Muster von Marginalisierung und Empowerment zu verstehen. Dieses Kapitel untersucht die ausgedehnten Muster der Leihmutterschaftsmärkte, ihren Zugang und die Bewegungen weltweit, um die Makro-Level globaler Reproscapes zu verstehen. Inhorn (2011) wies auf die Relevanz von Appadurais Theorie der globalen Scapes hin, um die grenzüberschreitende Landschaft der assistierten Reproduktionstechnologien zu verstehen. Sie deutet diese als Reproscapes um und fügt den Begriff Bioscape (bewegende biologische Substanzen und Teile) den folgenden fünf globalen Scapes von Appadurai hinzu: Menschen (Ethnoscape), Technologie (Technoscape), Geld (Financescape), Bilder (Mediascape) und Ideen (Ideoscape) (Appadurai 1996). Eine weitere Ebene von Legalscape (Gesetze und Legalitäten) kann ebenfalls zu diesen Scapes hinzugefügt werden.

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Leihmutterschaft Globalscape

  • Sheela Suryanarayanan

摘要

Der liberal-feministische Ansatz betont, dass reproduktive Freiheit in individueller Wahl und Autonomie verwurzelt ist. Assistierte Reproduktionstechnologien (ARTs) werden als ideale Maßnahme zur Lösung von Unfruchtbarkeit angesehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem Ansatz, der allen Individuen freien Zugang zu jeder Art von Technologie bietet. Ein solch offener Zugang soll eine wichtige Komponente der Stärkung der Frauen sein. Bei diesem Ansatz wird allerdings übersehen, dass die Autonomie möglicherweise auf Kosten der Gesundheit und des Wohlbefindens marginalisierter Menschen geht. Der liberale Ansatz beschränkt die Gestaltung hauptsächlich auf eine individuelle Ebene, daher ist er unzureichend, um die vollständige soziale Komplexität der ARTs zu analysieren. Individuelle Entscheidungen werden innerhalb soziopolitischer und wirtschaftlicher Kontexte getroffen und die Erfahrungen der Menschen sind in Gemeinschaften und Geschichten eingebettet. Obwohl die individuelle Analyse wichtig ist, um Mikro-Level-Komplexitäten zu verstehen, ist es auch wichtig, Individuen und Gemeinschaften in einen Makro-Kontext zu stellen, um die umfassenden Muster von Marginalisierung und Empowerment zu verstehen. Dieses Kapitel untersucht die ausgedehnten Muster der Leihmutterschaftsmärkte, ihren Zugang und die Bewegungen weltweit, um die Makro-Level globaler Reproscapes zu verstehen. Inhorn (2011) wies auf die Relevanz von Appadurais Theorie der globalen Scapes hin, um die grenzüberschreitende Landschaft der assistierten Reproduktionstechnologien zu verstehen. Sie deutet diese als Reproscapes um und fügt den Begriff Bioscape (bewegende biologische Substanzen und Teile) den folgenden fünf globalen Scapes von Appadurai hinzu: Menschen (Ethnoscape), Technologie (Technoscape), Geld (Financescape), Bilder (Mediascape) und Ideen (Ideoscape) (Appadurai 1996). Eine weitere Ebene von Legalscape (Gesetze und Legalitäten) kann ebenfalls zu diesen Scapes hinzugefügt werden.