Kap. 5 zeigt, wie Sie Verordnungen als medizinische und ökonomische Entscheidung sicher steuern können – von der Unterschrift auf dem Rezept bis zum möglichen Regressbescheid. Ausgangspunkt sind die Rechtsgrundlagen von SGB V und G-BA-Richtlinien sowie die spezifischen Vereinbarungen in Rheinland-Pfalz als Beispiel für die KV-Realität. Darauf aufbauend lernen Sie, wie Sie mithilfe Ihres Praxisverwaltungssystems (PVS) Arzneimittelverordnungen systematisch prüfen: durch die Verknüpfung von ATC- und ICD-Codes, WENN-DANN-Regeln und klare Delegation im Team. Sie erfahren, wie sich Verordnungsvolumen, Fallwerte und fachgruppenspezifische Zielquoten lesen lassen und wie Trendmeldungen der KV für ein frühzeitiges internes Monitoring genutzt werden können. Die Heilmittelverordnung (insbesondere Physiotherapie, manuelle Lymphdrainage und Logopädie) wird im Licht der Heilmittel-Richtlinie, von langfristigem Heilmittelbedarf und besonderem Verordnungsbedarf betrachtet – inkl. digitaler Unterstützung und praxisnaher Beispiele. Der Sprechstundenbedarf wird als budgetiertes, aber relativ regressarmes Feld eingeordnet, das sich mit klaren SOPs und regelmäßigen Auswertungen gut steuern lässt. Abschließend beleuchtet das Kapitel die Verordnung von Heil- und Arzneimitteln bei Privatpatienten und zeigt, wie Sie trotz unterschiedlicher Logiken von GKV und GOÄ möglichst einheitliche, transparente Prozesse etablieren. Durchgehend folgt das Kapitel dem ADAD-Schema (Analysieren, Digitalisieren, Automatisieren, Delegieren) und macht deutlich: Wirtschaftlichkeitsprüfung ist kein Gegner der Medizin, sondern ein Rahmen, den Sie aktiv gestalten können.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Verordnungen im Spannungsfeld von Medizin und Wirtschaftlichkeit

  • Felix Brokamp

摘要

Kap. 5 zeigt, wie Sie Verordnungen als medizinische und ökonomische Entscheidung sicher steuern können – von der Unterschrift auf dem Rezept bis zum möglichen Regressbescheid. Ausgangspunkt sind die Rechtsgrundlagen von SGB V und G-BA-Richtlinien sowie die spezifischen Vereinbarungen in Rheinland-Pfalz als Beispiel für die KV-Realität. Darauf aufbauend lernen Sie, wie Sie mithilfe Ihres Praxisverwaltungssystems (PVS) Arzneimittelverordnungen systematisch prüfen: durch die Verknüpfung von ATC- und ICD-Codes, WENN-DANN-Regeln und klare Delegation im Team. Sie erfahren, wie sich Verordnungsvolumen, Fallwerte und fachgruppenspezifische Zielquoten lesen lassen und wie Trendmeldungen der KV für ein frühzeitiges internes Monitoring genutzt werden können. Die Heilmittelverordnung (insbesondere Physiotherapie, manuelle Lymphdrainage und Logopädie) wird im Licht der Heilmittel-Richtlinie, von langfristigem Heilmittelbedarf und besonderem Verordnungsbedarf betrachtet – inkl. digitaler Unterstützung und praxisnaher Beispiele. Der Sprechstundenbedarf wird als budgetiertes, aber relativ regressarmes Feld eingeordnet, das sich mit klaren SOPs und regelmäßigen Auswertungen gut steuern lässt. Abschließend beleuchtet das Kapitel die Verordnung von Heil- und Arzneimitteln bei Privatpatienten und zeigt, wie Sie trotz unterschiedlicher Logiken von GKV und GOÄ möglichst einheitliche, transparente Prozesse etablieren. Durchgehend folgt das Kapitel dem ADAD-Schema (Analysieren, Digitalisieren, Automatisieren, Delegieren) und macht deutlich: Wirtschaftlichkeitsprüfung ist kein Gegner der Medizin, sondern ein Rahmen, den Sie aktiv gestalten können.