Die Verarbeitung von Informationen im menschlichen Gehirn folgt spezifischen Prinzipien, die durch die kognitive Kapazität verschiedener Bereiche des Gedächtnisses begrenzt werden. Eine zentrale Erkenntnis hierzu ist die sogenannte 7er-Regel (Millersche-Zahl), die von dem Psychologen George A. Miller in den frühen 1950er-Jahren formuliert wurde und 1953 im Artikel „The Magical Number Seven, Plus or Minus Two: Some Limits on Our Capacity for Processing Information“ beschrieben wurde. Diese Regel besagt, dass das menschliche Kurzzeitgedächtnis im Durchschnitt sieben Informationseinheiten (Chunks) [plus/minus zwei] gleichzeitig speichern und verarbeiten kann. Doch was genau sind Chunks, warum ist die 7er-Regel so wichtig für unser Denken und Lernen und warum die Millersche-Zahl wissenschaftlich schon lange überholt ist (und es dennoch ein hilfreiches Modell ist)?

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Chunks und die 7er-Regel – Wie unser Denken strukturiert wird

  • Marco Boehm

摘要

Die Verarbeitung von Informationen im menschlichen Gehirn folgt spezifischen Prinzipien, die durch die kognitive Kapazität verschiedener Bereiche des Gedächtnisses begrenzt werden. Eine zentrale Erkenntnis hierzu ist die sogenannte 7er-Regel (Millersche-Zahl), die von dem Psychologen George A. Miller in den frühen 1950er-Jahren formuliert wurde und 1953 im Artikel „The Magical Number Seven, Plus or Minus Two: Some Limits on Our Capacity for Processing Information“ beschrieben wurde. Diese Regel besagt, dass das menschliche Kurzzeitgedächtnis im Durchschnitt sieben Informationseinheiten (Chunks) [plus/minus zwei] gleichzeitig speichern und verarbeiten kann. Doch was genau sind Chunks, warum ist die 7er-Regel so wichtig für unser Denken und Lernen und warum die Millersche-Zahl wissenschaftlich schon lange überholt ist (und es dennoch ein hilfreiches Modell ist)?