Flexibilisierung von Qualitätsvorgaben im Rahmen der Krankenhausplanung: Erfahrungen aus der Schweiz am Beispiel der Mindestfallzahlen
摘要
In Deutschland wird aktuell die Anpassung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) intensiv diskutiert. Dabei ist ein zentraler Aspekt die mögliche Flexibilisierung leistungsgruppenbezogener Qualitätsvorgaben auf Landesebene. Die im KHVVG vorgesehenen Qualitätsvorgaben zur personellen und apparativen Ausstattung (Strukturqualität) können zur Zentralisierung der Versorgung beitragen, sofern die Anforderungen hoch genug sind. Die Befürworter der Flexibilisierung argumentieren, dass Qualitätsvorgaben an die örtlichen Verhältnisse anpassbar sein sollten, um den Zugang zur Versorgung durch Krankenhäuser sicherzustellen. Gegner hingegen befürchten, dass durch eine Flexibilisierung der Anforderungen des KHVVG ein Flickenteppich von Qualitätsvorgaben entsteht und damit die bekannten Qualitätsvariationen fortbestehen (Pross et al. 2017).