Notfallversorgung – Update 2025
摘要
Die Notfallmedizin dient der Daseinsfürsorge unmittelbar. Jeder von einem medizinischen Notfall Betroffene spürt am eigenen Körper das reibungslose – oder eben nicht immer reibungslose – Zusammenspiel der Glieder der Rettungskette und die Qualität der Versorgungsstruktur und ‑prozesse. Die Strukturierung des Notfallversorgungssystems ist deswegen eine Kernaufgabe der Gesundheitspolitik, die eine große Zahl von Patientinnen und Patienten betrifft. In einer Großstadt wie München mit 1,6 Mio. Einwohnern werden in einem Jahr circa 750.000 Notfallkontakte gezählt (Trentzsch et al. 2020). Gerade in der Notfallversorgung zeigt sich, ob die politischen Entscheidungsträger kompetent und verantwortungsbewusst sektorale und föderale Interessen und Stärken zusammenführen, um einen reibungslosen und ressourcenbewussten Notfallversorgungsprozess für die Bevölkerung zu gestalten. Die politische Restrukturierung der Notfallmedizin muss die unabdingbaren notwendigen Ressourcen zur notfallmedizinischen Versorgung definieren, die für die Gesellschaft vorgehalten und von ihr finanziell getragen werden müssen. Die erste Prämisse dabei ist, dass jeder Mensch in Deutschland unabhängig von der Region und der Tageszeit innerhalb einer definierten Rettungsfrist medizinische Hilfe bekommt, damit das Leben und die Gesundheit bestmöglich gesichert werden können. Das übernehmen bei bedrohlichen Notfällen der Rettungsdienst und das Notarztwesen sowie in zweiter Instanz die für eine adäquate weitere Versorgung ausgestatteten Notfallkrankenhäuser.