Einleitung
摘要
In der vorliegenden Arbeit werden 32 Predigten des deutschen Reformators Martin Luther (1483–1546) zum Thema Hexerei analysiert. Dabei wird gezeigt, wie in der Frühen Neuzeit Personen, die des criminis magiae beschuldigt wurden, mittels sprachlicher Strategien – und im vorliegenden Beispiel religiöser Autorität – an den Rand der christlichen Gesellschaft gedrängt und zur vermeintlich real existierenden Bedrohung konstruiert wurden. Dazu wird eine interdisziplinäre Synthese aus sowohl aktuellen Theorien der Diskriminierungsforschung als auch aus der Sprach- und Geschichtswissenschaft genutzt.