Dieses Kapitel untersucht die genaue Rolle der Hoffnung in Kants Philosophie und ihr eigenes Verhältnis zur moralischen Achtung. Kant definiert diese Hoffnug als einen auf das höchste Gut gerichteten Affekt. Dies scheint zunächst seiner zentralen These direkt zu widersprechen, wonach allein die reine Achtung vor dem Sittengesetz die einzige legitime Triebfeder moralischen Handelns sei. Die Analyse belegt jedoch, dass die Hoffnung die moralische Motivation keinesfalls ersetzt, sondern vielmehr ergänzt. Sie bewahrt das sittliche Subjekt vor jener lähmenden Verzweiflung, die aus der irdischen Unrreichbarkeit des höchsten Guts resultieren könnte. So stützt die rationale Hoffnung dauerhaft die unbedingte Verbindlichkeit des moralischen Gesetzes.

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Hoffnung bei Kant und deren Beitrag zur moralischen Motivation

  • Sung-Yeop Jo

摘要

Dieses Kapitel untersucht die genaue Rolle der Hoffnung in Kants Philosophie und ihr eigenes Verhältnis zur moralischen Achtung. Kant definiert diese Hoffnug als einen auf das höchste Gut gerichteten Affekt. Dies scheint zunächst seiner zentralen These direkt zu widersprechen, wonach allein die reine Achtung vor dem Sittengesetz die einzige legitime Triebfeder moralischen Handelns sei. Die Analyse belegt jedoch, dass die Hoffnung die moralische Motivation keinesfalls ersetzt, sondern vielmehr ergänzt. Sie bewahrt das sittliche Subjekt vor jener lähmenden Verzweiflung, die aus der irdischen Unrreichbarkeit des höchsten Guts resultieren könnte. So stützt die rationale Hoffnung dauerhaft die unbedingte Verbindlichkeit des moralischen Gesetzes.