Grundsätzlich lässt sich in der Orchesterbehandlung Richard Wagners eine «Absenkung des Klangraums in die Tiefe» verzeichnen, was die «damit einhergehende generelle Abdunklung des Tons […]» erklärt. Dass sich in der ästhetischen Wahrnehmung des Orchesterklanges vom 18. ins 19. Jahrhundert ein allgemeiner Wandel bemerkbar machte, bezeugt Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897), «einer der Begründer der Volkskunde und der Kulturgeschichte in Deutschland». Bei Strauss hingegen ist ein tiefer Klangraum kein generelles Merkmal, sondern tritt nur in einem passenden programmatischen Kontext auf. Strauss′ Klangsignatur ist vielmehr durch extreme Ausdehnung sowohl nach oben als auch nach unten gekennzeichnet.

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Orchestersignaturen

  • Bardia Charaf

摘要

Grundsätzlich lässt sich in der Orchesterbehandlung Richard Wagners eine «Absenkung des Klangraums in die Tiefe» verzeichnen, was die «damit einhergehende generelle Abdunklung des Tons […]» erklärt. Dass sich in der ästhetischen Wahrnehmung des Orchesterklanges vom 18. ins 19. Jahrhundert ein allgemeiner Wandel bemerkbar machte, bezeugt Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897), «einer der Begründer der Volkskunde und der Kulturgeschichte in Deutschland». Bei Strauss hingegen ist ein tiefer Klangraum kein generelles Merkmal, sondern tritt nur in einem passenden programmatischen Kontext auf. Strauss′ Klangsignatur ist vielmehr durch extreme Ausdehnung sowohl nach oben als auch nach unten gekennzeichnet.