Im vorigen Kapitel hatten wir gezeigt, dass Vögel, im Gegensatz zu Menschen, das geomagnetische Feld der Erde „sehen“ oder „fühlen“ können. Nachgewiesen ist das eigentlich nur für einige Spezies, aber da mehr als die Hälfte aller Vögel der Welt jahreszeitlich ziehen und somit wenigstens eine gewisse innere Richtungsinformation benötigen, können wir wohl annehmen, das die meisten Spezies mehr oder weniger über diese Fähigkeit verfügen. Dazu kommt, dass viele andere Tierspezies – Wale, Schildkröten, Bienen und selbst einige Bakterien – geomagnetische Orientierung benutzen. Für Vögel hat man jedoch schon länger und ausführlicher nach Organen gesucht, die die Erkenntnis des gemagnetischen Feldes gestatten. Der baltendeutsche Zoologe und Entdecker Alexander von Middendorf war einer der ersten, der den Magnetismus also Basis für die Orientierung von Vögeln vorgeschlagen hatte (Abb. 5.1).

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Magnetismus und Vögel

  • Helmut Satz

摘要

Im vorigen Kapitel hatten wir gezeigt, dass Vögel, im Gegensatz zu Menschen, das geomagnetische Feld der Erde „sehen“ oder „fühlen“ können. Nachgewiesen ist das eigentlich nur für einige Spezies, aber da mehr als die Hälfte aller Vögel der Welt jahreszeitlich ziehen und somit wenigstens eine gewisse innere Richtungsinformation benötigen, können wir wohl annehmen, das die meisten Spezies mehr oder weniger über diese Fähigkeit verfügen. Dazu kommt, dass viele andere Tierspezies – Wale, Schildkröten, Bienen und selbst einige Bakterien – geomagnetische Orientierung benutzen. Für Vögel hat man jedoch schon länger und ausführlicher nach Organen gesucht, die die Erkenntnis des gemagnetischen Feldes gestatten. Der baltendeutsche Zoologe und Entdecker Alexander von Middendorf war einer der ersten, der den Magnetismus also Basis für die Orientierung von Vögeln vorgeschlagen hatte (Abb. 5.1).