Das Kapitel behandelt Forschung mit nicht-menschlichen Tieren aus historischer, ethischer und rechtlicher Perspektive. Ausgangspunkt ist die Brown-Dog-Affäre, die öffentliche Debatten über Vivisektion, Tierschutz und wissenschaftliche Freiheit prägte. Aufbauend darauf diskutiert das Kapitel die ethische Begründung für den Schutz leidensfähiger Lebewesen und stellt verschiedene moralische Positionen – von Mitleidsethik über interessenbasierte Kalküle bis hin zu Tierrechtsansätzen – vor. Es erläutert das 3R-Prinzip (Replacement, Reduction, Refinement) als normativen Minimalkonsens für Tierversuche und zeigt dessen Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und Erweiterungen, etwa durch das vierte „R“ für Responsibility. Zudem werden die rechtlichen Rahmenbedingungen in der EU und Deutschland skizziert, inklusive der Verantwortlichkeiten von Forschenden und Fachpersonal.

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Forschung mit nicht-menschlichen Tieren

  • Jan-Hendrik Heinrichs,
  • Bert Heinrichs

摘要

Das Kapitel behandelt Forschung mit nicht-menschlichen Tieren aus historischer, ethischer und rechtlicher Perspektive. Ausgangspunkt ist die Brown-Dog-Affäre, die öffentliche Debatten über Vivisektion, Tierschutz und wissenschaftliche Freiheit prägte. Aufbauend darauf diskutiert das Kapitel die ethische Begründung für den Schutz leidensfähiger Lebewesen und stellt verschiedene moralische Positionen – von Mitleidsethik über interessenbasierte Kalküle bis hin zu Tierrechtsansätzen – vor. Es erläutert das 3R-Prinzip (Replacement, Reduction, Refinement) als normativen Minimalkonsens für Tierversuche und zeigt dessen Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und Erweiterungen, etwa durch das vierte „R“ für Responsibility. Zudem werden die rechtlichen Rahmenbedingungen in der EU und Deutschland skizziert, inklusive der Verantwortlichkeiten von Forschenden und Fachpersonal.