Schönheit als Form der Zweckmäßigkeit
摘要
Im abschließenden dritten Kapitel des Buchs beschäftige ich mich mit Kants Auseinandersetzung mit den Positionen seiner Vorgänger in der Ästhetik sowie zentralen Argumenten der Analytik des Schönen aus dem Haupttext der Kritik der Urteilskraft. Dabei wird deutlich, dass Kants im § 9 eingeführte Theorie der Harmonie der Erkenntnisvermögen in den wesentlichen Aspekten mit seiner in den Einleitungen präsentierten Theorie der ästhetischen Reflexion übereinstimmt. Außerdem wird deutlich, dass Kant zwar an Elemente der Ästhetik in der Tradition von Leibniz und Wolff anschließt, diese aber in einen grundlegend neuen Zusammenhang stellt. So lehnt Kant die Auffassung ab, dass wir in der Wahrnehmung des Schönen die Vollkommenheit eines Gegenstands durch undeutliche Begriffe erkennen. Stattdessen behauptet er, dass wir ohne empirische Begriffe zu gebrauchen darauf reflektieren, ob ein Gegenstand der Form der Zweckmäßigkeit entspricht. Daraus wird ersichtlich, dass es mit dem Begriff der formalen Zweckmäßigkeit einen Begriff gibt, der in der ästhetischen Reflexion und der Harmonie der Erkenntnisvermögen zur Darstellung gebracht wird.