Zweckmäßigkeit der Natur für Erkenntnis
摘要
Das zweite Kapitel des Buchs untersucht Kants These in den Einleitungen zur Kritik der Urteilskraft, nach der wir zugleich anzunehmen gezwungen und anzunehmen berechtigt sind, dass die empirische Natur für den Gebrauch unseres Erkenntnisvermögens zweckmäßig eingerichtet ist. Anhand der beiden Einleitungen werden die Gründe nachvollzogen, aus denen wir laut Kant der Natur eine Zweckmäßigkeit für unser Erkenntnisvermögen – eine subjektive und formale Zweckmäßigkeit – zusprechen müssen. Wie sich zeigt, kommt der Theorie des Schönen in dieser Diskussion eine besondere Stellung zu. So ist die Wahrnehmung des Schönen nach Kant dadurch ausgezeichnet, dass sie die formale Zweckmäßigkeit der Natur für unsere Erkenntnisbedingungen exemplarisch zur Anschauung bringt. Insbesondere mit Blick auf die in diesem Kontext wichtigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von logischer und ästhetischer Reflexion lassen sich darüber hinaus wichtige Elemente von Kants Theorie des Schönen zum Vorschein bringen.