Das zentrale Anliegen des Beitrages ist es, Plessners Gebrauch des Titels Kritik der Sinne zu umreißen, organisiert durch den Begriff des materialen Apriori, der im Kantianismus so nicht denkbar wäre. Im Unterschied zu formalen Apriori als kategorialen Gehalten der Erfahrung überhaupt postulieren materiale Apriori kategoriale Gehalte von bestimmten Erfahrungen, etwa des Sehens oder des Hörens. Mit Emil Lask ist es möglich, das programmatische Anliegen herauszustellen. Die Bestimmtheit der Erfahrungen soll weder mit den bestimmten empirischen Gehalten verrechnet werden noch in einer inhaltlichen Füllung einer kategorialen Form bestehen. Gesucht ist vielmehr eine Materialität der Form.

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Das „materielle Apriori“

  • Volker Schürmann

摘要

Das zentrale Anliegen des Beitrages ist es, Plessners Gebrauch des Titels Kritik der Sinne zu umreißen, organisiert durch den Begriff des materialen Apriori, der im Kantianismus so nicht denkbar wäre. Im Unterschied zu formalen Apriori als kategorialen Gehalten der Erfahrung überhaupt postulieren materiale Apriori kategoriale Gehalte von bestimmten Erfahrungen, etwa des Sehens oder des Hörens. Mit Emil Lask ist es möglich, das programmatische Anliegen herauszustellen. Die Bestimmtheit der Erfahrungen soll weder mit den bestimmten empirischen Gehalten verrechnet werden noch in einer inhaltlichen Füllung einer kategorialen Form bestehen. Gesucht ist vielmehr eine Materialität der Form.