Der 1983 geborene deutsche Schriftsteller Leif Randt kam im Rahmen dieser Studie bereits zu Wort – denn dessen Überlegungen zur Figurenanlage in seinen ersten drei Romanen, deren Protagonisten und Ich-Erzähler von Randt als leicht autistisch beschrieben wurden, sollten als ein Beispiel für das metaphorische Potential des Autismus als Epochensyndrom in literarischen Aufnahmen dienen. Daher liegt es besonders nahe, das Frühwerk dieser prägenden Stimme der jungen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur im Rahmen der Primärtextanalysen hier noch näher zu betrachten – und herauszufinden, zu welchen spezifischen Zwecken Randt seine Romane bevorzugt von Protagonisten erzählen lässt, die in ihre Erzählweisen Charakteristika einfließen lassen, die vom Lesenden leicht als Autismus-Anleihen verstanden werden können. Leif Randts Erzähler fungieren, das wurde hier an voriger Stelle bereits behauptet, als verschiedentlich bespielbare Projektionsflächen von gesellschaftlichen Reiz-Reaktionsmustern in demselben soziokulturellen Kontext, der auch den ‚Autismus‘ als ein Epochensyndrom der Gegenwart plausibel erscheinen lässt.

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Leif Randt

  • René Freudenthal

摘要

Der 1983 geborene deutsche Schriftsteller Leif Randt kam im Rahmen dieser Studie bereits zu Wort – denn dessen Überlegungen zur Figurenanlage in seinen ersten drei Romanen, deren Protagonisten und Ich-Erzähler von Randt als leicht autistisch beschrieben wurden, sollten als ein Beispiel für das metaphorische Potential des Autismus als Epochensyndrom in literarischen Aufnahmen dienen. Daher liegt es besonders nahe, das Frühwerk dieser prägenden Stimme der jungen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur im Rahmen der Primärtextanalysen hier noch näher zu betrachten – und herauszufinden, zu welchen spezifischen Zwecken Randt seine Romane bevorzugt von Protagonisten erzählen lässt, die in ihre Erzählweisen Charakteristika einfließen lassen, die vom Lesenden leicht als Autismus-Anleihen verstanden werden können. Leif Randts Erzähler fungieren, das wurde hier an voriger Stelle bereits behauptet, als verschiedentlich bespielbare Projektionsflächen von gesellschaftlichen Reiz-Reaktionsmustern in demselben soziokulturellen Kontext, der auch den ‚Autismus‘ als ein Epochensyndrom der Gegenwart plausibel erscheinen lässt.