Als am 5. Mai 1705 Kaiser Leopold I. starb, trat sein bereits 1690 zum römischen König gewählter Sohn (→ Rdnr. 543) Joseph I. die Nachfolge als Kaiser an. Unter seiner Herrschaft nahm der sich bereits bei seinem Vater allmählich herausgebildete Gegensatz zwischen kaiserlichen Reichsinteressen und österreichisch-habsburgischen Großmachtinteressen konkret erkennbare Formen an. Zunehmend sah man zumindest in der nächsten Umgebung des Kaisers (Graf Wratislaw, Graf Sinzendorf, Prinz Eugen) das Reich als eine Belastung Österreichs.

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§ 14. Das Reich unter Kaiser Joseph I.

  • Michael Kotulla

摘要

Als am 5. Mai 1705 Kaiser Leopold I. starb, trat sein bereits 1690 zum römischen König gewählter Sohn (→ Rdnr. 543) Joseph I. die Nachfolge als Kaiser an. Unter seiner Herrschaft nahm der sich bereits bei seinem Vater allmählich herausgebildete Gegensatz zwischen kaiserlichen Reichsinteressen und österreichisch-habsburgischen Großmachtinteressen konkret erkennbare Formen an. Zunehmend sah man zumindest in der nächsten Umgebung des Kaisers (Graf Wratislaw, Graf Sinzendorf, Prinz Eugen) das Reich als eine Belastung Österreichs.