Vorstellendes und vernehmendes Bewusstsein. Zu Sonnemanns psychohistorischer Variante einer ars civilis sensuum
摘要
Ursprünglich ein Vortrag an der Universität‐Gesamthochschule Kassel am 12. Juni 1998. Der Text hebt mit der Darstellung des epistemischen Status’ einer „Psychohistorie“ an. Anschließend geht er auf Sonnemanns „sensupolitische“ Psychohistorik ein und verdeutlicht seinen Begriff der „Okulartyrannis“. Weiterhin wird Sonnemanns „Kalibirier“‐Verfahren an einer Schlüsseluntersuchung vorgestellt: Gemeint ist damit ein Grundirrtum der Denkgeschichte, nämlich dass nach Kant es eine unübersteigliche Grenze zwischen dem Sein an sich und dem Erscheinen gäbe. Abschließend stellt Schweppenhäuser einige typische Resultate des Sonnemann’schen Vorgehens heraus. – Erstveröffentlichung in: Existenz, Negativität und Kritik bei Ulrich Sonnemann, hrsg. v. Klaus‐Volker Klenke, Johann Georg Lehmann, Maria Schafstedde, Wolfdietrich Schmid‐Kowarzik u. Peter Warsitz, Würzburg: Königshausen & Neumann, 1999, S. 107–118; wieder abgedruckt in: Denkende Anschauung – anschauendes Denken. Kritisch‐ästhetische Studien über die Komplementarität sensitiver und intellektiver Relationen, Münster, Berlin: LIT, 2009, S. 115–128.