Der Beitrag untersucht Dieter Fortes Anverwandlung des Ariadne-Mythos. In seiner Tetralogie der Erinnerung etabliert Forte das Motiv des Labyrinthischen als poetische Definition der Textkomposition, dessen zahlreiche „Erinnerungsschicht[en]“ (Forte 2010c, S. 254) mithilfe des „Ariadne-Faden des Erzählens“ (Forte 2010c, S. 230) durchwandert werden. Anhand einer textimmanenten Betrachtung illustriert der Beitrag Fortes Poetik eines Erinnerungsgewebes und zeigt auf, mit welchen literarischen Mitteln der Autor die „textuelle Dimension von Erinnerung“ (Ritte 2015, S. 256) herstellt. Dazu werden zunächst die beiden konstituierenden Leitmotive des Labyrinthischen und des Fadens bzw. Webens herausgearbeitet, um anschließend mit der im Text vorherrschenden Praktik des erinnerungsgebundenen Erzählens zu einer Poetik verknüpft zu werden, in welcher das Erinnerungsgewebe identitätsstiftende sowie -sichernde Funktionen übernimmt.

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„Ariadne-Faden des Erzählens“. Dieter Fortes Poetik eines Erinnerungsgewebes

  • Kim Reuter

摘要

Der Beitrag untersucht Dieter Fortes Anverwandlung des Ariadne-Mythos. In seiner Tetralogie der Erinnerung etabliert Forte das Motiv des Labyrinthischen als poetische Definition der Textkomposition, dessen zahlreiche „Erinnerungsschicht[en]“ (Forte 2010c, S. 254) mithilfe des „Ariadne-Faden des Erzählens“ (Forte 2010c, S. 230) durchwandert werden. Anhand einer textimmanenten Betrachtung illustriert der Beitrag Fortes Poetik eines Erinnerungsgewebes und zeigt auf, mit welchen literarischen Mitteln der Autor die „textuelle Dimension von Erinnerung“ (Ritte 2015, S. 256) herstellt. Dazu werden zunächst die beiden konstituierenden Leitmotive des Labyrinthischen und des Fadens bzw. Webens herausgearbeitet, um anschließend mit der im Text vorherrschenden Praktik des erinnerungsgebundenen Erzählens zu einer Poetik verknüpft zu werden, in welcher das Erinnerungsgewebe identitätsstiftende sowie -sichernde Funktionen übernimmt.