Über Mutterschaft sind in den letzten Jahren einige Romane geschrieben worden. Zeitgleich kommt es zu einer Zunahme von Texten über weibliche Angestellte, die für die Betreuung der Kinder verantwortlich sind. Dieses helfende Figurenpersonal ist literaturgeschichtlich kein Novum, augenfällig ist in der rezenten literarischen Hinwendung zur Figur der Nanny und des Kindermädchens aber der Fokus auf Klassenunterschiede. Fragen der Zugehörigkeit zur Familie und der divergenten Herkunft der Akteur*innen, die mitunter zu destruktiven Reibungen führen, rücken ins Zentrum. Diskutiert werden in dem Beitrag die drei Romane Dann schlaf auch du (2017) von Leïla Slimani, Kiley Reids Such a Fun Age (2021) und J. Courtney Sullivans Fremde Freundin (2021), in denen am Beispiel der Figuren Louise, Emira und Sam Klassenantagonismen und dazugehörige Affekte konturiert werden.

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Schlaflied der Ungleichheit. Französische und amerikanische Nanny-Romane

  • Laura M. Reiling

摘要

Über Mutterschaft sind in den letzten Jahren einige Romane geschrieben worden. Zeitgleich kommt es zu einer Zunahme von Texten über weibliche Angestellte, die für die Betreuung der Kinder verantwortlich sind. Dieses helfende Figurenpersonal ist literaturgeschichtlich kein Novum, augenfällig ist in der rezenten literarischen Hinwendung zur Figur der Nanny und des Kindermädchens aber der Fokus auf Klassenunterschiede. Fragen der Zugehörigkeit zur Familie und der divergenten Herkunft der Akteur*innen, die mitunter zu destruktiven Reibungen führen, rücken ins Zentrum. Diskutiert werden in dem Beitrag die drei Romane Dann schlaf auch du (2017) von Leïla Slimani, Kiley Reids Such a Fun Age (2021) und J. Courtney Sullivans Fremde Freundin (2021), in denen am Beispiel der Figuren Louise, Emira und Sam Klassenantagonismen und dazugehörige Affekte konturiert werden.