Die vorliegende Arbeit ging der Beobachtung nach, dass sich zahlreiche bedeutende japanische Schriftsteller nach 1945 in ihrer Auseinandersetzung mit der Involvierung Japans in den Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen an einigen Stellen auf Werke der deutschsprachigen Literatur bezogen. Die Untersuchung verfolgte das Ziel, dieses Phänomen nicht als zufällige Koinzidenz, sondern als eine Konstante der literarischen Verarbeitung von Geschichte und Trauma in Japan von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart zu analysieren. Im Zentrum stand die Frage, welche deutschen Autoren und Texte rezipiert wurden und welche Funktionen – explizit wie implizit, materiell wie strukturell – diese Referenzen im Kontext der oft problematischen, verzögerten oder gar verweigerten öffentlichen Geschichtsaufarbeitung in Japan erfüllten.

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  • Carlos Peter Reinelt

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Die vorliegende Arbeit ging der Beobachtung nach, dass sich zahlreiche bedeutende japanische Schriftsteller nach 1945 in ihrer Auseinandersetzung mit der Involvierung Japans in den Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen an einigen Stellen auf Werke der deutschsprachigen Literatur bezogen. Die Untersuchung verfolgte das Ziel, dieses Phänomen nicht als zufällige Koinzidenz, sondern als eine Konstante der literarischen Verarbeitung von Geschichte und Trauma in Japan von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart zu analysieren. Im Zentrum stand die Frage, welche deutschen Autoren und Texte rezipiert wurden und welche Funktionen – explizit wie implizit, materiell wie strukturell – diese Referenzen im Kontext der oft problematischen, verzögerten oder gar verweigerten öffentlichen Geschichtsaufarbeitung in Japan erfüllten.