Eigentlich ist schon nach den ersten zwei Minuten alles klar. Paperhouse, das Eröffnungsstück auf Cans 1971er-Album Tago Mago, versammelt programmatisch bereits all jene Bestandteile, die die epische Doppel-LP zum Opus magnum der Kölner Gruppe machen, ja, es als konserviertes Momentum dessen in die Musikgeschichte einspeisen, was seit jeher unter dem Begriff ‚Krautrock‘ kategorisiert wird. Rockmusik aus Deutschland, im Geiste von ’68. Oder: ein Spannungsverhältnis aus Avantgarde und Pop, Kunstmusik und Rock, klassischer Musikausbildung und universalem Dilettantismus, angloamerikanischem Einfluss und eigensinniger Innovation, Aufbruch und bad trip.

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Can: Tago Mago (1971)

  • Hendrik Otremba

摘要

Eigentlich ist schon nach den ersten zwei Minuten alles klar. Paperhouse, das Eröffnungsstück auf Cans 1971er-Album Tago Mago, versammelt programmatisch bereits all jene Bestandteile, die die epische Doppel-LP zum Opus magnum der Kölner Gruppe machen, ja, es als konserviertes Momentum dessen in die Musikgeschichte einspeisen, was seit jeher unter dem Begriff ‚Krautrock‘ kategorisiert wird. Rockmusik aus Deutschland, im Geiste von ’68. Oder: ein Spannungsverhältnis aus Avantgarde und Pop, Kunstmusik und Rock, klassischer Musikausbildung und universalem Dilettantismus, angloamerikanischem Einfluss und eigensinniger Innovation, Aufbruch und bad trip.