Vorüberlegungen: Eine Kulturgeschichte der Popmusik oder wie von Popmusik erzählt werden kann
摘要
Von und über Popmusik wird erzählt, seit es sie gibt. Wenn diese Kunstform, wie einer ihrer profundesten deutschsprachigen Theoretiker sie definiert, jenen „Zusammenhang aus Bildern, Performances, (meist populärer) Musik, Texten und an reale Personen geknüpften Erzählungen [meint,] den man ungefähr seit der Mitte des letzten Jahrhunderts beobachten kann“, dann lassen sich – grob vereinfachend – drei Wahrnehmungs- und Erzählmodi unterscheiden, in und mit denen Popmusik zur Sprache gebracht worden ist: Alarmismus, emphatische Bejahung und – wir borgen uns hier ein Zitat, das gleich noch erläutert wird – „subtilstes klugscheißen“. Der Modus des Alarmismus kennzeichnet vor allem jene Phase des narrativen Erstkontaktes seit der Mitte der 1950er Jahre bis ungefähr Mitte der 1960er Jahre, die der Historiker Bodo Mrozek vor einigen Jahren in seiner umfangreichen Studie Jugend – Pop – Kultur. Eine transnationale Geschichte akribisch, umfassend und vorbildlich rekonstruiert hat.