In den letzten Jahren haben Verletzungen und Überlastungsschäden der unteren Extremität im Kletter- und Bouldersport deutlich zugenommen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf akute Verletzungen, besonders am Knie- und Sprunggelenk sowie am Fuß zurückzuführen, jedoch müssen diverse Pathologien berücksichtigt werden. Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) ist eine bedeutende Ursache für Hüft- und Leistenschmerzen bei Kletterern und sollte als Faktor für arthrotische Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ein häufiger werdender Verletzungsmechanismus ist die Heelhook-Technik, die nicht nur Knieverletzungen, sondern auch Avulsionsverletzungen im Beckenbereich und (Teil-)Rupturen der ischiocruralen Muskulatur verursachen kann, welche oft rasch operativ behandelt werden müssen. Obwohl Knieverletzungen generell zu den häufigsten Sportverletzungen zählen, wurden sie im Kletter- und Bouldersport bislang seltener diagnostiziert. Eine Analyse dieser Verletzungen identifizierte jedoch vier wesentliche Traumamechanismen (High Step [sog. Aufhocken], Drop Knee [sog. Ägyptern], Heelhook und Stürze auf den Boden) und die damit verbundenen Verletzungsmuster. Während viele Knieverletzungen konservativ behandelt werden können, erfordern schwerwiegendere Verletzungen, insbesondere am Bandapparat oder den Menisken, häufig eine operative Versorgung.

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Hüft- und Knieverletzungen

  • Christoph Lutter,
  • Volker Schöffl

摘要

In den letzten Jahren haben Verletzungen und Überlastungsschäden der unteren Extremität im Kletter- und Bouldersport deutlich zugenommen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf akute Verletzungen, besonders am Knie- und Sprunggelenk sowie am Fuß zurückzuführen, jedoch müssen diverse Pathologien berücksichtigt werden. Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) ist eine bedeutende Ursache für Hüft- und Leistenschmerzen bei Kletterern und sollte als Faktor für arthrotische Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ein häufiger werdender Verletzungsmechanismus ist die Heelhook-Technik, die nicht nur Knieverletzungen, sondern auch Avulsionsverletzungen im Beckenbereich und (Teil-)Rupturen der ischiocruralen Muskulatur verursachen kann, welche oft rasch operativ behandelt werden müssen. Obwohl Knieverletzungen generell zu den häufigsten Sportverletzungen zählen, wurden sie im Kletter- und Bouldersport bislang seltener diagnostiziert. Eine Analyse dieser Verletzungen identifizierte jedoch vier wesentliche Traumamechanismen (High Step [sog. Aufhocken], Drop Knee [sog. Ägyptern], Heelhook und Stürze auf den Boden) und die damit verbundenen Verletzungsmuster. Während viele Knieverletzungen konservativ behandelt werden können, erfordern schwerwiegendere Verletzungen, insbesondere am Bandapparat oder den Menisken, häufig eine operative Versorgung.