Die Technik der künstlichen Intelligenz (KI) beginnt, auch die Patientenkommunikation tiefgreifend zu verändern. Dabei steht ein Paradigmenwechsel bevor: Mussten bislang Menschen beim Informationserwerb sich der Funktionalität der Medien unterwerfen – also Fließtexte lesen, mittels Inhaltsverzeichnissen navigieren, in strukturierten Datenbanken ähnlich zu Inhaltsverzeichnissen mittels Keywords Selects klicken –, adaptiert sich nun die Technik an den dialogischen Austausch. Technisch und didaktisch entstehen damit neue Anforderungen und Möglichkeiten: Neben der digitalen Anamnese werden fachliche Beratungen mittels KI möglich, die dann möglicherweise in Teilen Fachpersonal substituieren. Damit wächst ein Potenzial, bevorstehende Versorgungslücken schließen zu helfen. Assoziatives Formulieren ist ein Wesensmerkmal aktueller generativer KI. Für die medizinische Kommunikation ist dies allerdings ungeeignet; die neuen Maschinen müssen vielmehr zwingend mit evidenzbasiertem bzw. fachärztlich kuratiertem „contained content“, also definierten Inhalten, trainiert werden. Dies ist ein grundlegend neues Handwerk, das künftig zu beherrschen sein wird. Die Autoren stellen diesen neuen Ansatz und ausgewählte Systeme vor.

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Von der Datenbank zum Dialog mit den Patienten: KI in der Patientenkommunikation – Technik – Qualität – Empowerment

  • Peter Müller,
  • Konrad Obermann

摘要

Die Technik der künstlichen Intelligenz (KI) beginnt, auch die Patientenkommunikation tiefgreifend zu verändern. Dabei steht ein Paradigmenwechsel bevor: Mussten bislang Menschen beim Informationserwerb sich der Funktionalität der Medien unterwerfen – also Fließtexte lesen, mittels Inhaltsverzeichnissen navigieren, in strukturierten Datenbanken ähnlich zu Inhaltsverzeichnissen mittels Keywords Selects klicken –, adaptiert sich nun die Technik an den dialogischen Austausch. Technisch und didaktisch entstehen damit neue Anforderungen und Möglichkeiten: Neben der digitalen Anamnese werden fachliche Beratungen mittels KI möglich, die dann möglicherweise in Teilen Fachpersonal substituieren. Damit wächst ein Potenzial, bevorstehende Versorgungslücken schließen zu helfen. Assoziatives Formulieren ist ein Wesensmerkmal aktueller generativer KI. Für die medizinische Kommunikation ist dies allerdings ungeeignet; die neuen Maschinen müssen vielmehr zwingend mit evidenzbasiertem bzw. fachärztlich kuratiertem „contained content“, also definierten Inhalten, trainiert werden. Dies ist ein grundlegend neues Handwerk, das künftig zu beherrschen sein wird. Die Autoren stellen diesen neuen Ansatz und ausgewählte Systeme vor.