Naturkautschuk, Synthetischer Gummi und Auschwitz
摘要
Schon vor Beginn des Zweiten Weltkrieges war es allen Nationen klar, dass für die zukünftige Kriegsführung sehr viel mehr mit Benzin oder Dieseltreibstoff betriebene Fahrzeuge aller Art eingesetzt werden würden. Dazu kamen Kampf- und Jagdflugzeuge. Da Deutschland über nur wenige und wenig ergiebige Erdöl und Gaslagerstätten verfügte, mussten im Kriegsfall rasch Erdöllagestätten (z. B. in Rumänien) erobert werden und Nachschub durch Hydrieren von Kohle gewonnen werden. Die deutsche chemische Industrie schaffte es, auch dieses Problem im Prinzip zu lösen, aber es mussten möglichst rasch riesige Hydrierwerke außerhalb der Reichweite britischer Bomber gebaut werden. Dieses Projekt wurde vor allem in der Nähe von Auschwitz realisiert, damit polnische Zwangsarbeiter und KZ-Insassen aus Auschwitz als Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Diese Arbeitskräfte wurden durch ungenügende Ernährung und unmenschliche Arbeitsbedingungen zu Tode gearbeitet. Der letzte Teil dieses Kapitels ist der Aufarbeitung dieser Gräueltaten in den Nürnberger Prozessen gewidmet.